Reading gossip: Funktionen von Klatsch in Romanen ethnischer amerikanischer Autorinnen

الغلاف الأمامي
Wissenschaftlicher Verlag Trier, 2004 - 221 من الصفحات
Klatsch ist nicht nur in aller Munde, sondern hat auch literarischen Wert. Diese Studie betrachtet die alltägliche Diskursform Klatsch als komplexe und multifunktionale kulturelle Praxis und kreatives Phänomen der Alltagskultur, das wesentlich ist für die Etablierung eines kulturellen Gedächtnisses und die Strukturierung der sozialen Welt durch Schaffung und Tradierung nicht autorisierten Wissens. Sie untersucht, wie zeitgenössische ethnische amerikanische Autorinnen Klatsch in ihren Romanen funktionalisieren und berücksichtigt dabei auch die Variante des Medienklatsches, die generell in Untersuchungen zum Thema ausgespart wird. Bei der Funktionalisierung des Diskurses wird die Hybridität und fundamentale Ambivalenz des Klatsches genutzt, der dissoziierend und harmonisierend zugleich wirken kann - wobei die Untersuchung Klatsch mit Konzepten von Dialogizität (Bachtin) und Hybridisierung (Bhabha), von mündlicher Tradition und Tricksterdiskurs vernetzt. Anhand exemplarischer Analysen ausgewählter Romane von Louise Erdrich, Toni Morrison, Gloria Naylor und Jessica Hagedorn hinterfragt diese Arbeit die lang etablierte Differenz zwischen den Feldern der Frauen- oder ethnischen Literatur einerseits und der experimentellen postmodernen Ästhetik andererseits. Es wird gezeigt, daß der Rückgriff auf Klatsch als marginalisierte Form der Kommunikation und seine literarische Instrumentalisierung gerade auch im Hinblick auf die Erfahrungsräume von Frauen neue Akzente setzen kann. Die Untersuchung etabliert Klatsch als zentraleres Element einer Poetik des weiblichen postkolonialen Schreibens, als man angesichts der vermeintlichen 'Banalität' des Klatsches vermuten möchte.

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المحتوى

Einleitung
9
Literaturwissenschaft
17
3
32
حقوق النشر

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