Wirtschaftspsychologie

Klaus Moser
Springer Berlin Heidelberg, 24/10/2007 - 429
Lehrbcher haben in Zeiten, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zun- mend nur noch nach ihren Artikeln in Zeitschriften mit Peer Review evaluiert werden, zwar weiterhin ein interessiertes Publikum, aber oft Autoren mit einem schlechten Gewissen h- ten doch während der Zeit, in der die Kapitel verfasst wurden, auch ebensolche Artikel - schrieben werden können. Umso erfreulicher ist es, dass die meisten Autorinnen und Au- ren nicht nur rasch und spontan ihre Beiträge zugesagt, sondern ihre Beiträge auch zeitig abgeliefert haben. An Peer Review gewöhnt, waren sie auch in der Entstehung dieses Le- buchs hierzu bereit, und sie haben alle an der Qualität der jeweils anderen Beiträge m- gewirkt, indem sie den anderen Autoren durchwegs hilfreiche Hinweise und Anregungen gegeben haben. Vornehme Aufgabe eines Herausgebers ist es, nicht nur Beiträge zu sammeln, sondern auch programmatisch und therapeutisch zu wirken. Auf der programmatischen Seite ist vor allem der vorgelegte Versuch zu nennen, das Gebiet der Wirtschaftspsychologie zu struk- rieren, und zwar ber die Triade Kaufen und Konsumieren, Haushalten und Verbrauchen sowie Bewerten und Gestalten. Zwei Botschaften sind beabsichtigt: Die Wirtschaftspsyc- logie soll aus dem Schatten der Arbeits- und Organisationspsychologie heraustreten, und sie soll nicht lediglich als Ableger oder Anwendung einer Sozialpsychologie firmieren, die sich in den letzten Jahren zunehmend als kognitiv-experimentelles Unternehmen entwickelt hat.